Die Zeichen stehen ganz auf Aufstieg für die Mannschaft des MTV Eintracht Celle. Mit nur einer Niederlage in der Hinspielserie wurde die Truppe um Spielertrainer Jörg Kuley souveräner Herbstmeister. „Das hat schon ein wenig überrascht“, gibt Feldspieler Mathias Penke zu. „In den vergangenen Jahren hatten wir eigentlich schon immer das spielerische Potenzial, um jeden Gegner zu schlagen, bisher haben wir uns aber immer mal wieder einige Ausrutscher erlaubt.“ Vor allem der Heimstärke des Teams ist es zu verdanken, dass der MTV Eintracht bisher eine fast weiße Weste behalten hat. Alle Spiele in der Burghalle wurden gewonnen. „Einzig gegen unseren direkten Konkurrenten um die Meisterschaft, SV Allstedt, kassierten wir auswärts eine deutliche 1:5-Niederlage. Dafür haben wir den Vorteil, dass die in der Rückrunde noch nach Celle kommen müssen“, sagt Penke. Die Winterpause wird die Mannschaft konsequent nutzen, um sich technisch weiter zu verbessern. Jörg Kuley hat zu diesem Zweck eher inoffiziell das Amt des Spielertrainers übernommen, will in dieser Position aber maßgeblich zum Erfolg beitragen. Kuley: „Bisher hatten wir eher ein kunterbuntes Training, jetzt müssen wir einfach mehr Wert auf die Feinarbeit legen.“ Kuley hat den Vorteil, dass er bereits Erstligaluft schnuppern konnte. Vor rund zehn Jahren war er beim mittlerweile aufgelöstem OSC Berlin in der höchsten Spielklasse aktive Kraft, weiß also, was auf sein Team im Falle eines Aufstiegs zukäme. „Das wäre von vorneherein ein Kampf gegen den Abstieg, aber wir wollen trotzdem Meister werden und aufsteigen.“ Finanziell würde sich für das Celler Team nur wenig ändern. „Es gäbe dann mehr Spiele, aber die Kosten für Fahrten und die Offiziellen dürften nahezu gleich bleiben“, sagt Mathias Penke. „Immerhin hätten wir dann ja auch mehr Heimspiele und vielleicht fände sich ja auch der eine oder andere Sponsor.“ Allerdings müsste sich der MTV Eintracht wohl nach einer anderen Halle umsehen. „In die alte Burghalle passen nur knapp 100 Zuschauer. Die haben wir ja jetzt schon bei unseren Spielen“, so Penke. Spielertrainer Kuley sieht dazu noch ein weiteres Problem: „Unsere jetzige Halle ist perfekt für unsere Bedürfnisse. Sollten wir am Burgzentrum in die größere Halle ausweichen, müssten wir uns erst wieder auf dem Belag einspielen und würden unseren Heimvorteil einbüßen.“ Noch sind Meistertitel und Aufstieg Zukunftsmusik. Das weiß auch die Mannschaft. Kuley: „Einfach die Rückrunde durchspielen und aufsteigen ist nicht. Da müssen wir schon noch einiges tun.“ Dennoch ist er zuversichtlich. Die Mannschaft habe in der gesamten Breite einen Schritt nach vorne gemacht und viele spielerische Defizite abgestellt. „Das wird schon klappen. Im Februar haben wir noch vor Rückrundenbeginn ein Pokalspiel gegen eine Erstligamannschaft. Das wird ein wichtiger Test für uns.
Quelle: Cellesche Zeitung vom Mittwoch, den 26.11.2008
Redakteur: Björn Schlüter
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